influencer marketing

Influencer Marketing – Die Alphatiere im Online-Dschungel

05.03.2015

Bianca ist 21 Jahre alt, wohnte noch bis vor kurzem bei Ihren Eltern und studiert Soziologie. Eine Beschreibung die auf viele junge Frauen zutrifft. Aber so gewöhnlich ist Bianca nicht, denn Sie ist Deutschlands erfolgreichste Youtuberin. Auf ihrem Kanal „Bibis Beauty Palace“ schauen ihr Hunderttausende dabei zu, wie sie mit ihrem Freund Julian rumalbert und ab und zu ihre neuen Lieblingsprodukte vorstellt.

Für ihre Abonennten ist eine Empfehlung von Bibi ein guter Grund schnurstracks zum nächsten Drogeriemarkt zu pilgern und das Produkt zu erstehen. Alleine 1,6 Millionen Abonnenten folgen ihr auf Youtube und über 1 Millionen auf Facebook.

Dieser Einfluss macht Bibi zu einer Influencerin. Denken Sie jetzt bitte nicht an die Grippewelle, die gerade durch Köln zieht (hier spricht man von Influenza). Doch ansteckend ist Bibi schon – sie beeinflusst und begeistert Ihre Fans und lässt diese nicht mehr los. Sie hat eine Vorbildfunktion entwickelt, der Millionen Menschen nicht entkommen können.

Übersetzen könnte man Influencer mit „Beeinflusser“ – und diese Rolle erfüllt Bibi perfekt. Die 2001 von Psychologe und Wirtschaftswissenschaftler Robert Cialdini aufgestellte Definition eines Influencers passt wie die Faust aufs Auge: „Ein Influencer vereint soziale Autorität, Vertrauenswürdigkeit, Hingabe und konsistentes Verhalten“.

Influencer für Marketing nutzen?

Alles, was Bibi über ihr Netzwerk präsentiert erreicht ein Millionenpublikum. Kein Wunder also, dass auch das Marketing auf Influencer aufmerksam geworden ist.

Youtuber wie Bibi stellen Ihren Followern Produkte vor – im Rahmen eines Make-Up Tutorials werden verschiedene Kosmetikprodukte benutzt und kurz darüber gesprochen. Unternehmen haben scheinbar wenig Einfluss darauf, was die Influencer in Ihren Videos oder Posts erwähnen. Mit einer gezielten Ansprache lassen sich Influencer gewinnen.

Seit dem Siegeszug der sozialen Medien ist das Influencer Marketing ein gängiges und vielbeachtetes Instrument. Denn die Empfehlung kommt pointiert an der passenden Zielgruppe an, animiert diese  zum Kauf, steigert die Markenbekanntheit und verbessert das gesamte Image. Der Streuverlust ist viel geringer als beispielsweise bei Fernsehwerbung.

Dabei finden sich Influencer in allen möglichen Bereichen. Der Youtuber Gronkh spielt und bewertet Videospiele, die er amüsant kommentiert. Die Kölner Modeboutiquebesitzerin Lena Terlutter hat es geschafft, mit vier eigenen Geschäften eine Modeszene in der sonst eher für Kölsch und Klüngel bekannten Domstadt zu etablieren.  Das Aushängeschild dabei ist die „Boutique Belgique“ im Belgischen Viertel. Die Einkaufstüten aus dem Geschäft werden  von Kunden stolz in den sozialen Medien präsentiert. Der Facebook Auftritt wird von Terlutter akribisch gepflegt. Das Engagement hat sich ausgezahlt: Über 10.000 Likes auf Facebook, eine lebendige Community aus Kundinnen, und sogar ein eigenes Buch. Was Lena Terlutter trägt oder in ihren Shops verkauft ist augenblicklich Kult unter den Kölner Fashionvictims.

Online reicht der Einfluss von Trendsettern selbstverständlich noch viel weiter. Zu nennen sind hier in erster Linie die erfolgreichsten Blogger aller Bereiche. Wenn Sie einen Trend nicht gar selbst kreiert haben, so sind Blogger zumindest die ersten, die darüber berichten. In der Regel noch bevor die ersten Berufsjournalisten das Thema auf der Agenda haben. Sie berichten transparent und authentisch, und das honoriert die Zielgruppe. Die gängige Bezeichnung für die Zusammenarbeit mit Ihnen ist „Blogger Relations“.

Hier ist der Multiplikatoreffekt sogar in umgedrehter Form eigetreten: Inzwischen kommen zahlreiche Konsumgüter aus den Bereichen Beauty und Mode mit der Bezeichnung „Blogger Style“ auf den Markt  – Die Influencer sind Ihrerseits zu Ikonen geworden.

Die Meinungsbildner verfügen bereits über ein natürlich gewachsenes Netzwerk, eine lebendige Community und genießen Achtung und Glaubwürdigkeit in den sozialen Netzwerken.

Das Produkt wird durch Personen vorgestellt, denen der Konsumenten freiwillig folgt und deren Meinung er schätzt. Der Nutzer vertraut auf die Glaubwürdigkeit und Authentizität des Influencers und tritt der Marke unkritisch gegenüber. Schließlich hat die erfolgreiche Beautybloggerin die neue Trendmascara bereits geprüft und für gut befunden.

Bekannte Gesichter in der Werbung  – Die Testimonial Strategie 2.0?

Werbekampagnen mit bekannten Gesichtern sind keine neue Errungenschaft. Die klassische Fernsehwerbung, in der Stars und Sternchen für Produkte werben bleibt weiterhin beliebt. Seit die Konsumenten jedoch ihre Meinung zu Produkten im Internet austauschen können und der Erfolg eines Produktes noch stärker an der Qualität gemessen wird, reduziert sich die Wirkungskraft der unnahbaren Prominenten.

Die Influencer auf Facebook, Youtube oder Instagram zeichnen sich oftmals durch Ihren offenen und aktiven Umgang mit Ihrer Community aus. Sie antworten auf Kritik, machen Späße oder bedanken sich für nette Kommentare. Der  ehemalige Gummibärchen-Guru Thomas Gottschalk hat jedoch nie aus dem Fernseher heraus geantwortet.

Die empfundene Nähe zum Influencer trägt stark zu einer persönlichen Bindung bei. Eine ausgesprochene Empfehlung wirkt wie der Rat eines guten Freundes.

Influencer Marketing – Passende Multiplikatoren suchen und für sich gewinnen

Um Influencer zu gewinnen, müssen diese natürlich erst einmal ausfindig gemacht werden. Dabei helfen mittlerweile zahlreiche Onlinetools wie KLOUT , die mit Suchalgorithmen die Personen mit der höchsten Relevanz und Reichweite zu einem Thema finden können. Meinungsführer oder Innovatoren einer Branche haben meist ebenfalls einen großen Einfluss. Auch bei einer gezielte Suche mit Google oder bei der Beobachtung der Aktivitäten auf Facebook, Instagram und Co. werden Sie auf Influencer stoßen.

Es reicht in der Regel jedoch nicht, dem ausgewählten Multiplikator eine Geldsumme anzubieten, um die Review möglichst positiv ausfallen zu lassen. Bei Nutzern, die noch kein großes Geld mit ihrer Onlinepräsenz verdienen, genügt häufig schon eine freundliche Email und kostenlose Probe des Produkts, um eine wohlwollende Review zu erhalten. Für reichweitenstarke Youtubestars jedoch muss in der Regel Geld aufgewendet werden. Viele gefragte Influencer lassen ihre Aktivitäten über eine Agentur managen, mit der die Umstände der Zusammenarbeit im Detail geregelt werden.

Am Ende entscheidet jedoch der Youtuber, ob er eine Kooperation interessant findet – und was am wichtigsten ist: Ob diese auch für seine Community relevant ist.

Im folgenden Video erklärt Rand Fishkin von MOZ (seinerseits Influencer im Bereich SEO und Online-Marketing), welche Faktoren für Influencer entscheidend sind.

Zusammengefasst ergeben sich für Influencer 3 entscheidende Fragen:

  • -          Passt das Unternehmen zu mir?
  • -          Hat meine Webpräsenz einen echten Vorteil von der Kooperation?
  • -          Interessieren sich die Follower für die Inhalte?

 

Bei einer Zusammenarbeit mit einflussreichen Rolemodels darf eines nicht vergessen werden: Die Reputation des Influencers hängt entscheidend davon ab, dass er authentisch und ehrlich berichtet. Sie können also nicht darauf bauen, dass eine Bewertung in jedem Fall positiv ist.

Maßstab für den Erfolg einer Marke ist mehr denn je die Qualität. Aber auch kleinere Kritik am Produkt kann einen positiven Effekt auf die Glaubwürdigkeit des Unternehmens haben. Die Kunden schätzen Transparenz und fühlen sich ehrlich behandelt.

Persönlicher Kontakt ist unerlässlich für erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern

Ein fester Ansprechpartner hat sich bewährt. So sollte die Kontaktaufnahme per Email unbedingt durch einen festen Mitarbeiter erfolgen, der sich persönlich vorstellt. Dabei gilt zu beachten, dass der Blogger in seinen Netzwerken zwar jovial und verbindlich auftritt, aber als gleichberechtigter Gesprächs- und Geschäftspartner zu verstehen ist.

Das formale „Sie“ ist einem verbindlichen „Du“ unbedingt vorzuziehen. Auch Blogger oder die Instagram-Prominenz verdient Respekt. Standardanfragen über den Verteiler sind ein absolutes No Go und führen mit Sicherheit nicht zum Erfolg.

Eine etwas kostspieligere Möglichkeit den Kontakt zu Influencern aufzunehmen sind Bloggerevents. Im Idealfall kommen auf einer exklusiv für Blogger organisierte Veranstaltung des Unternehmens gleich mehrere wichtige Influencer zusammen, die sehr wahrscheinlich unmittelbar danach über das Unternehmen berichten.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Bloggern oder anderen Influencern ist Vertrauen und eine gute Beziehung der Schlüssel. Der Aufbau einer echten Beziehung ist schwierig, erfordert Zeit und Geschick. Aber es lohnt sich!

Influencer Marketing ist ein spannendes, weitläufiges Feld mit vielen Chancen, aber mindestens ebenso vielen Risiken  und Stolpersteinen. Als Werbeagentur in Köln beraten wir Sie gerne zur richtigen Auswahl und Ansprache von Influencern.

zurück zur Übersicht

Kontakt

Kontaktformular

Ausfüllen, abschicken, Antwort erhalten:

Vorname

Name

E-Mail

Ihre Nachricht

adverti – agentur für direktmarketing

Eine Marke der neue formen Köln GmbH

Eupener Str. 139
50933 Köln

T +49 221 - 8000 61 95
F +49 221 - 8000 61 97

www.adverti.de
info.koeln@neueformen.net

Ihre Werbeagentur aus Köln finden Sie auch auf: